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Komet "Q4 NEAT" auch von der Neuenhauser Sternwarte beobachtet

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Artikel vom 15.05.2004, letzte Änderung: 15.05.2004

Der vom automatischem Suchsystem NEAT entdeckte Komet "Q4 NEAT" ist seit Ende letzter Woche auch in unseren Breiten zu beobachten.

Der Komet Q4 NEAT
Der Komet Q4 NEAT
Bild: © NASA

Der vom automatischem Suchsystem NEAT entdeckte Komet "Q4 NEAT" ist seit Ende letzter Woche auch in unseren Breiten zu beobachten. Die Prognosen fielen noch vor knapp einem Jahr deutlich positiver aus, so dass von einem "naked eye" Kometen gesprochen wurde, und somit die Beobachtung ohne optische Hilfsmittel möglich ist. Eine Helligkeit bis zu 2 mag wurde vorausberechnet. Durch große Aktivität der Schweifsterne ist eine exakte Berechnung der Helligkeitsentwicklung äußerst schwierig. Derzeit liegt "Q4 NEAT" bei 4,5 mag und könnte theoretisch (auch als flächenhaftes Objekt) mit bloßem Auge dezent im Westen ausgemacht werden. Derzeitige Beobachtungen versprechen aber lediglich mit optischen Hilfsmitteln Erfolg.

Durch schlechte Wetterbedingungen war erst am Freitag, den 14. Mai 2004 eine Beobachtung von der Neuenhauser Sternwarte möglich. Christoph Lohuis und Jürgen Morawietz identifizierten den Kometen in der Nähe von M 44 (Sternbild Krebs). Erste Beobachtungen konnten bereits in der späten Dämmerung mit Ferngläsern durchgeführt werden, wobei ein 10*70 mm und 16*70 mm FMT von Fujinon sowie ein 7*50 mm Fernglas zum Einsatz kamen. Unter diesem Aspekt ist der Komet als milchiger, flauer, "Fleck" in jedem handelsüblichen Fernglas zu beobachten.

Zur genauen Strukturierung von Details wurden im folgendem ein 12 Zoll GSO Newton und 8 Zoll Galaxy Dobson eingesetzt. Bei kleinen bis mittleren Vergrößerungen (50 - 100fach) konnte nähere Details identifiziert werden. Der Zentralbereich konnte als helle, punktförmige Region ausgemacht werden, die von einem diffusen Bereich umgeben war. Bei genauer Beobachtung konnte parallel ein schwach ausgebildeter Schweif lokalisiert werden. Besonders eindrucksvoll war die Bewegung des Kometen. Anhand von drei Referenzsternen in der Nähe, war die Bewegung deutlich und in kürzester Zeit zu erkennen.

Obwohl nach neuen Daten die Helligkeit weiter abnehmen soll, steigt "Q4 NEAT " immer weiter am Himmel empor und wird Ende Mai im Sternbild Großer Bär zirkumpolar. In der folgenden Woche sollen erste Fotografien erstellt werden.

Interessierte Besucher können bei gutem Wetter den Kometen mittwochs in der Neuenhauser Sternwarte beobachten. Weiter Informationen unter "info@avgb.de" oder 05941/990904.

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Autor

Christoph Lohuis Christoph Lohuis ist 1. Vorsitzender des Astronomischen Vereins.
Neben der Vorstandsarbeit schreibt er Berichte für Zeitungen und unsere Homepage.

E-Mail:   c.lohuis@avgb.de
 

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Magnitude
In der Astronomie bezeichnet die Magnitude die Helligkeit, mit der auf der Erde das Objekt wahrgenommen wird. Man spricht dabei auch von der "scheinbaren Helligkeit".
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