Astronomischer Verein der Grafschaft Bentheim e.V.

Wahre Astronomie geht durch den Magen (14. PaS)

Artikel vom 26.10.2017

Der 14. Praktische astronomische Samstag startete in geselliger Runde und es gab viele informative Vorträge und noch mehr persönlichen Erfahrungsaustausch. Dominiert wurde die Veranstaltung durch die Themen Astrofotografie, Kosmologie und Planetarien, wobei diese Vorträge vom Erdbeermond und kleinen Astrotools für die Radioastronomie flankiert wurden.

Wenn die Sternwarte Neuenhaus zum PaS ruft

The same procedure as every third saturday in october. Gäste treffen ein und wie von Geisterhand deckt sich das Tischlein, alias das berühmt berüchtigte Buffet. Die einzigartigen Frikadellen bekamen in diesem Jahr aber arge Konkurrenz von einem vorzüglichen Kuchen, so dass auch dieser Teil des Programms hochwertige Abwechslung versprach. Mit diesem Einstieg startete der bereits 14. PaS und in geselliger Runde gab es viele informative Vorträge und noch mehr persönlichen Erfahrungsaustausch. Dominiert wurde die Veranstaltung durch die Themen Astrofotografie, Kosmologie und Planetarien, wobei diese Vorträge vom Erdbeermond und kleinen Astrotools für die Radioastronomie flankiert wurden. Eindrucksvolle Bilder von Hans Schudy und Thomas Büring dokumentierten, was heutzutage im Bereich der Astrofotografie möglich ist, wenn moderne Kameratechnik sich mit einer beneidenswerten Ausrüstung und dem Können des Fotografen paart. Neben vielen Highlights faszinierte ein Bild der Venus direkt in der unteren Konjunktion und die Tatsache, dass man sich auch in planetarische Nebel verlieben kann. "Quo vadis Planetarium?" und die Diskussion war eröffnet. Christoph Lohuis traf den Nerv der im Bereich Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit anwesenden Amateurastronomen. Vom Allgemeinen wurde die Reise schnell konkret und am Beispiel des Planetariums und Sternwarte Neuenhaus wurde vorgestellt, wie didaktisch konzipierte Programme für unterschiedlichste Zielgruppen mit alten und neuen Methoden gestaltet werden können. Quintessenz, Planetarien sind Kultureinrichtungen, die auf vielfältige Art und Weise und mit unterschiedlichsten Methoden arbeiten können. Digitalisierung und Fulldome bieten ungeahnte Möglichkeiten, sollten aber nicht Mittel zum Zweck sein, sondern Inhalte nachhaltig transportieren. Joachim Lindner tauchte in die Welt der Kosmologie ein und stellte in bekannt kurzweiliger Art und Weise die Lebensszenarien von Sternen vor. Erstaunlicherweise erinnern diese teilweise an menschliche Züge, wie im Kleinen, so eben auch im Großen. Im Jahr 2017 präsentierte das Planetarium Neuenhaus die Laupheimer Planetariumsproduktion "Geheimnis Dunkle Materie". Uwe Dulle nahm sich dieser Thematik an und präsentierte neben der Theorie der Dunklen Materie auch alternative Theorien, spannend. Blutmond, Erdbeermond, immer wieder geistern unterschiedlichste Gemütszustände des Mondes durch die Medien. Jörg ter Veen konkretisierte diese Begriffe und nahm somit auch dem medialen Hype etwas den Wind aus den Segeln. Abgerundet wurde die interessante Vortragsriege mit interessanten Tipps von Jürgen Morawietz, der erläuterte, wie man Astrotools programmiert. Zusammenfassend war es wieder ein interessanter, kurzweiliger und informativer Nachmittag, der mit einer kühlen Flasche Bier schloss. Das amateurastronomische Herz schlug wieder etwas höher und das NightSky-Motto "Von Amateuren für Amateure" rückte in den Mittelpunkt. Bis zum  20. Oktober 2018 in Neuenhaus.

Besucher des 14. PaS auf der Sternwartenterrasse
Besucher des 14. Praktischen astronomischen Samstag tauschen sich auf der Sternwartenterrasse aus.
Bild: © privat
Besucher des 14. PaS beim Vortrag
Besucher des 14. Praktischen astronomischen Samstag lauschen einem Vortrag.
Bild: © privat
Video im Planetarium 3
Ein Besucher betrachtet ein Fulldome-Video im Planetarium
Bild: © Privat
 

Autor

Christoph Lohuis ist 1. Vorsitzender des Astronomischen Vereins. Neben der Vorstandsarbeit schreibt er Berichte für Zeitungen und unsere Homepage.

E-Mail:   c.lohuis@avgb.de