Astronomischer Verein der Grafschaft Bentheim e.V.

Die "Drehscheibe Nordhorn" 2001

Artikel vom 19.09.2001

Auch im Jahr 2001 war der Astronomische Verein der Grafschaft Bentheim e. V. wieder Aussteller auf der Regionalmesse "Drehscheibe Nordhorn".

Gegen das Konzept

In diesem Jahr war es wieder einmal so weit. Die Drehscheibe war zu Gast in Nordhorn. Und zusammen mit diversen anderen Firmen präsentierte sich auch der Astronomische Verein der Grafschaft Bentheim e. V. auf der Messe.

Aber nur mit der Anwesenheit von Mitgliedern ist es sicherlich nicht getan. Aufgrund organisatorischer Probleme konnten wir erst zwei Wochen vor Messenbeginn anfangen intensiv zu planen. An einem Mittwoch Abend erfuhren wir, dass wir mit "ein wenig" Glück noch einen Stand bekamen. Und so planten die Mitglieder des Vereins im Anschluss an den öffentlichen Abend den Stand.

Montags begann dann also der Aufbau. In absoluter Rekordzeit tapezierten Christoph und Thorsten den Stand und verlegten Teppich. Bereits mitgebrachte Utensilien wie Tische und Stühle wurden aufgestellt. Feststellen mussten wir jedoch, dass der Stand in Natura deutlich kleiner war als in unserer maßstabgetreuen Zeichnung wirkte. Aus diesem Grund bauten wir völlig gegen unser Konzept den Stand so auf, wie wir es in diesem Moment für gut befanden.

Am Mittwoch ging es dann in den Endspurt. Bilder wurden aufgehängt, PC's aufgebaut, die Blende angebracht, Prospekte angefertigt und, und, und. Am Donnerstag um 10:00 Uhr öffnete die 5. Drehscheibe Nordhorn ihre Pforten.

4 Tage für die Öffentlichkeit

An und für sich war der Donnerstag ein recht ruhiger Tag. 47 Besucher kamen auf unseren Stand, ließen sich beraten oder einfach nur begeistern. Man sollte jedoch dazu sagen, dass die Drehscheibe an diesem Tag nicht wirklich gut besucht war. Soll wohl daran gelegen haben, das die Drehscheibe an Werktagen (Donnerstag und Feitag) von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet hatte. Am Freitag war jedoch zu bemerken, dass viele Betriebe und Büros bereits am frühen Nachmittag die Arbeit niederlegten, denn die Besucherzahlen verdreifachten sich fast. Der Samstag und der Sonntag sprengte all unsere kühnsten Erwartungen. Bereits am Samstag Vormittag ließen wir 3 x so viele Prospekte nachproduzieren, wie eigentlich für die ganze Drehscheibe geplant waren.

Unsere geplanten Sonnenbeobachtungen fielen jedoch im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, denn davon gab es ausreichend. Spontan wie wir sind, hängten wir einen kleinen Mondglobus in der Halle auf, der auf eine Entfernung von sage und schreibe 20 Metern hervorragend beobachten lies. Die wenigsten Mitglieder unseres Vereins haben wohl je ein so störungsfreies Bild des Mondes gesehen, wie die Besucher unseres Standes. Viele Gäste sträubten sich, durch das Teleskop zu schauen. Doch bei vielen lieferten ihre Kinder den Anfang. Die Begeisterung der Kinder steckte die Eltern an, die dann häufig ein Bild am vorderen Ende des Teleskops vermuteten.

Viele Menschen ließen sich bei uns unter anderem über den Kauf von Teleskopen und anderen optischen Geräten beraten. Von Niederländern, über Engländern bis hin zu Russen versuchten wir mit unseren manchmal etwas zu geringen Sprachkenntnissen alles zu erklären was von Interesse war. Auffällig war dabei, dass zwei Personen besser englisch sprechen als einer.

Ziele erreicht?

Und wie! Sicherlich hängt es davon ab, unter was für einem Aspekt man zu einer solchen Ausstellung geht. Vom finanziellen Aspekt her war es sicher ein Verlustgeschäft, doch dies war uns auch vor Beginn der Drehscheibe klar. Unsere Ziele lagen darin den Menschen zu zeigen, dass es uns gibt. Nicht in irgendeiner wissenschaftlichen Institution, nicht irgendwo im Ausland, sondern direkt vor der Haustür. In Neuenhaus. Insgesamt kamen wir an den 4 Tagen mit 619 Personen ins Gespräch. Ich fühle mich also in der Lage zu sagen, die Drehscheibe war für den Astronomischen Verein ein Erfolg. Nicht nur ein kleiner, sondern ehrlich gesagt ein riesengroßer. Niemals hatten wir vor der Drehscheibe mit einer solchen Resonanz gerechnet. Enorm viele Menschen ließen sich begeistern und waren erfreut bis hin zu überrascht, dass es so etwas in der Grafschaft überhaupt gibt. Unsere Ziele haben wir im absoluten Übermaß erreicht und möchten uns dafür bei allen Gästen uns Interessierten bedanken. Wir hoffen, Sie eines Tages bei uns begrüßen zu dürfen.

Alles da, aber nichts ist fertig...
Alles da, aber nichts ist fertig...
Fertiger Messestand des AVGB
Der fertige Messestand des AVGB
Hochbetrieb auf der Drehscheibe
Hochbetrieb auf der Drehscheibe
 

Autor

Thorsten Lohuis ist Schriftführer des Astronomischen Vereins.
Neben der Vorstandsarbeit schreibt er Berichte für unsere Homepage.

E-Mail:   t.lohuis@avgb.de
 

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